Der schönst gelegene Tennisplatz der Welt

Am 23. August 2012 wurde dem historischen Tennisplatz des Hotel Belalp die Auszeichnung «schönst gelegener Tennisplatz der Welt» verliehen. Es war der vorläufige Abschluss des Projektes «ambrüf» der Studentin Franziska Schnell des Masterstudienganges Kunst der Hochschule Luzern, bei dem ein weltweiter Wettbewerb lanciert worden war, um die Antwort auf diese Frage zu finden.

In liebevoller Kleinarbeit hat sie die Grenzen des alten Tennisplatzes freigelegt, so dass anlässlich der Überreichung der Urkunde stilgerecht ein Tennismatch auf über 2000 Meter über Meer ausgetragen werden konnte.

 

Interview mit Franziska Schnell in der ANNABELLE 

Die Kunststudentin Franziska Schnell suchte auf der Walliser Belalp Inspiration – und fand einen vergessenen Tennisplatz.

ANNABELLE: Franziska Schnell, warum findet man einen Tennisplatz?
FRANZISKA SCHNELL: Als ich für das Kunstprojekt «Beyond the Timberline» auf der Belalp nach Inspirationen suchte, erfuhr ich, dass sich unter einer Alpweide ein längst vergessener Tennisplatz befindet. Das hat mich sofort fasziniert.

Was hat dieser Tennisplatz, was andere nicht haben?
Eine schier unglaubliche Lage, er befindet sich direkt vor dem Aletschgletscher. Zudem regt er die Fantasie an. Offenbar wurde der Tennisplatz zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die vornehmlich englischen Gäste angelegt. Als Folge des Zweiten Weltkriegs blieben die Gäste dann aber aus. Der Tennisplatz geriet in Vergessenheit, die Alpweide überwucherte den Platz.

Wie fliegen die Bälle auf einer Höhe von 2000 Meter über Meer?
Sie haben einen geringeren Drall.

Wird Federer mal ein Gastspiel geben?
Das wäre wunderbar. Zurzeit ist das Terrain aber noch ziemlich uneben. Die Burgerschaft Naters, die Eigentümerin des Tennisplatzes, überlegt sich, ob und wie sie den wiederentdeckten Platz in Zukunft nutzen möchte. Offenbar gibt es die Option, ihn wieder instand zu stellen.